Hund

Anforderungen an zukünftige Rettungshunde

 Wesenssicherheit: Belastbarkeit hinsichtlich ungewohnter optischer und akustischer Reize, Stress-Stabilität in ungewohnten Situationen, Verträglichkeit mit Artgenossen, Vertrauen zum Hundeführer und Interesse auch an fremden Menschen sind die besten Voraussetzungen für einen zukünftigen Rettungshund.

Veranlagung: Ein ausgeprägter Such- und Stöbertrieb sowie ein starker Spieltrieb schaffen eine ideale Grundlage für die Rettungshundeausbildung.

Körperliche Belastbarkeit: Rettungshunde müssen ebenso wenig wie ihre Hundeführer Leistungssportler sein. Die Belastungen in der Ausbildung und im Einsatz dürfen jedoch nur einem rundherum gesunden Hund zugemutet werden. Das ist optimalerweise von einem Tierarzt bestätigt.

Körperbau: Die Vielseitigkeit der Einsatzgebiete fordert von Rettungshunden, dass sie sich in unwegsamen Waldgebieten ebenso ausdauernd und geschickt bewegen wie auf schwer begehbaren Trümmern. Daher sind Hunde mittlerem Gewicht und Körpergröße klar im Vorteil. Grundsätzlich ist aber die Bandbreite relativ groß, innerhalb der die Aufnahme einer Rettungshundeausbildung Erfolg versprechend ist.

Alter: Am besten ist es, die Rettungshundeausbildung so jung wie möglich im Welpenalter zu beginnen und die enorme Lernfähigkeit in diesem Alter zu nutzen. Da das Ausbildungsprogramm ausschließlich auf Positivmotivation beruht und individuell auf jeden einzelnen Hund abgestimmt wird, ist eine körperliche und psychische Überforderung des Welpen nicht zu befürchten. Gönnen wir also unseren Hundekindern diesen Spaß! Im Hinblick auf die Dauer der Rettungshundeausbildung, die Lebenserwartung unserer Hunde und die Minimalanforderungen hinsichtlich der verfügbaren Einsatzdauer darf der Hund bei Ausbildungsbeginn maximal 3 Jahre alt sein. Bei entsprechender Vorbildung sind Ausnahmen möglich. Bei der ersten Prüfung beträgt das Mindestalter des Hundes sechzehn Monate, das Höchstalter sechs Jahre.

Ausschlusskriterien: Um die Gefährdung von Menschen und Hunden in Ausbildung und Einsatz weitestgehend auszuschließen, ist nach den ASB-Ausführungsbestimmungen zur Prüfungsordnung die Ausbildung von sog. "Kampfhunderassen" (Pitbull-Terrier, Staffordshire-Bullterrier, American.Staffordshire-Terrier und Bullterrier) und deren Mischlingen auszuschließen. Das gilt auch für Hunde, die eine Schutzhunde-Ausbildung absolviert haben oder parallel zur Rettungshundeausbildung zum Schutzhund ausgebildet werden sollen.

ABER: Nobody is Perfect......denn wir sind alle nur Menschen (und Hunde) und deshalb wird nur selten ein neues Rettungshundeteam alle Anforderungen perfekt erfüllen. Aber mit Motivation und Ausdauer kann bei der Rettungshundeausbildung manches „Handicap“ beseitigt werden. Wenn wir Sie auf unsere Arbeit neugierig gemacht haben und Sie gerne als Rettungshundeteam zu uns kommen möchten, dann nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf - auch wenn nicht alle Anforderungen perfekt erfüllt werden. Im Gespräch mit unseren erfahrenen Rettungshundeführern und im Schnuppertraining wird schnell klar, ob eine Rettungshundeausbildung im konkreten Fall sinnvoll ist. Und eine interessante Erfahrung ist so ein Schnuppertraining in jedem Fall.

 

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