Rettungshund im Ruhestand

Rettungshundearbeit ist eine der schönsten, anspruchsvollsten und sinnvollsten Möglichkeiten mit seinem Hund zu arbeiten. Jeder, der sich entschließt
diese ehrenamtliche Tätigkeit zu beginnen, gibt ein großes Stück von sich selbst. Doch jedes Mal, wenn man sieht, mit wieviel Freude der Hund in die Suche
geht und wie stolz er zu seinem Hundeführer nach erfolgreichem Fund zurückkehrt, dann ist es jede Sekunde wert, die investiert wurde.

Die lange Ausbildung, die immer wiederkehrenden Prüfungen und die teilweise sehr anstrengenden Einsätze….
All das durchläuft ein Mensch-Hund-Team im Laufe seiner Rettungshundekarriere.

Eines unserer zuverlässigsten und besten Teams hat all das erlebt und gelebt.

Toby u Tanja

Tanja mit ihrem Toby.

2009 übernahm Tanja Toby mit bereits 4 1/2 Jahren. Er hatte die Ausbildung zum Rettungshund absolviert, konnte aber in seinem alten Zuhause nicht bleiben.
Für Tanja war klar, dass sie mit ihm diesen Weg weitergehen wollte und so fand sie den Weg zum ASB. Toby hatte ihr einiges voraus und zeigte mit viel Begeisterung
wie man zum Ziel kommt und so kämpfte sich Tanja durch Einsatztaktik, Karte und Kompass, besuchte die notwendigen Lehrgänge und schaffte schließlich mit ihm die Einsatzprüfung. Es folgten Jahre in denen mit der Erfahrung auch das Team zusammenwuchs wie ein altes Ehepaar.
Es ist einer der schönsten Momente im Leben eines Hundeführers wenn man spürt, dass man eine Einheit mit seinem Hund bildet.

Irgendwann ist er dann aber da....Der Moment, in dem wir merken, dass die anspruchsvolle Arbeit für den in die Jahre gekommenen vierbeinigen Partner
anstrengend wird und es ist an uns die schwere Entscheidung zu treffen wann die Arbeit als Rettungshund ihr Ende findet.
Für Tanja ist dieser Zeitpunkt nun gekommen.
Toby würde immernoch am liebsten alles geben, aber mit seinen fast zwölf Jahren ist die eine oder andere körperliche Grenze gesetzt
und er hat sich seinen Ruhestand als Rettungshundeopa mehr als verdient.
Wir danken den beiden für ihr hohes Engagement und wünschen Toby noch viele glückliche Hundejahre auf der Couch.
Er besucht uns auch weiterhin bei den Trainings und zeigt den Youngsters hin und wieder wie es geht. :-)

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Meine persönlichen Worte für meine persönlichen Helden.


Lieber Toby – Sir Toby - Pupsi – Pubbi – Schnuppi – Charlotte - uvm.


DANKE, dass Du mir die Rettungshundearbeit näher gebracht hast.
Wir haben Dich „gebraucht“ bekommen. Du kamst mit 4 Jahren zu uns. DU wusstest ganz genau was Rettungshundearbeit ist. Die Vorbesitzer haben mir Dir trainiert. Ich hingegen kannte es nur aus dem Fernsehen. z.B. Drogenspürhund vom Bundesgrenzschutz. Aha. Da gibt es noch mehr?
Du hast mich begeistert von der Arbeit, die ein Hund leisten kann. DANKE.
Ohne Dich wüsste ich nicht, dass es ehrenamtliche Menschen gibt, die sich nachts in Hamburg und Umgebung in den Straßen umhertreiben, um z.B. Menschen, ob jung oder alt, zu helfen, die nicht mehr nach Hause finden.
Du hast Deine Aufgabe in unseren gemeinsamen 6 Jahren mehr als nur gemeistert. DANKE.
Du hast Deinen Job nun mehr als 10 Jahre mit Freude ausgeführt. DANKE.
Jetzt bist Du 11 Jahre 9 Monate. Für unsere Staffel, und besonders für mich, ist es zwar nicht ganz so einfach Dich in den Ruhestand gehen zu lassen, aber du hast ihn dir in jeder Hinsicht verdient. DANKE.
Dein Rentnertraining wirst du natürlich bekommen. Ein Spitzensportler hört ja auch nicht von heute auf morgen mit seinem Training auf. Ich/Wir wünschen uns noch viele gemeinsame Jahre mit Dir.
DANKE Pupsi, dass es Dich in meinem/unserem Leben gibt.